Trockene Augen : Institut Miller - Contactlinsen Optometrie

Trockene Augen

 

Beim trockenen Auge (Keratoconjunctivitis sicca) wird das Auge nur ungenügend mit Tränenflüssigkeit benetzt. Entweder reicht die Menge der natürlichen Tränenflüssigkeit nicht aus oder die Tränenflüssigkeit hat nicht die optimale Zusammensetzung. Die Zahl derjenigen, die unter dem Symptom ‚trockenes Auge‘ leiden, hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen.

 

Schon bei geringen äußeren Reizen, wie Wind, Kälte, niedrige Luftfeuchtigkeit oder längerem Lesen, entsteht ein Müdigkeits- und Trockenheitsgefühl der Augen.
Die Augen brennen, es kratzt und das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben, nimmt zu. Als unwillkürliche Maßnahme gegen das Aufreißen des Tränenfilms wird der Lidschlag häufiger. Als Reaktion können die Augen aber auch übermäßig tränen.

Die Ursachen ►

 

LEBENS- und ARBEITSBEDINGUNGEN

... wie langes Arbeiten am Bildschirm in beheizten oder klimatisierten Räumen. Durch die visuelle Konzentration auf den Bildschirm wird die Häufigkeit des Lidschlags weniger und die Vorderfläche des Auges nicht mehr ausreichend befeuchtet (“office-eye-syndrome“). Die trockene Raumluft setzt dem Tränenfilm zusätzlich zu.

 

UMWELTBELASTUNGEN

Es gibt auch Hinweise, dass in Regionen mit erhöhter Umweltbelastung die Häufigkeit des trockenen Auges größer ist. Umwelteinflüsse, wie erhöhter Ozongehalt in der Luft, Rauch oder Feinstaub können verantwortlich sein.

 

DIE ZEIT

Die Häufigkeit des trockenen Auges steigt mit dem Alter. Die Symptome treten oft zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf. Frauen sind aufgrund der Hormonumstellung in der Menopause weitaus häufiger betroffen als Männer.

 

TRÄNENFILM

Störungen in der Zusammensetzung des Tränenfilms: Bei fast 80% der Betroffenen wird das trockene Auge durch eine Störung der Lipidschicht verursacht. Diese oberste, fetthaltige Schicht schützt die Tränenflüssigkeit vor  Verdunstung und stabilisiert den Tränenfilm. Die Fettmoleküle zum Aufbau der Lipidschicht werden in Drüsen in den Lidern gebildet und mit jedem Lidschlag über das Auge verteilt.
Ablagerungen und entzündliche Veränderungen an den Augenlidern, insbesondere am Lidrand, können den Aufbau der Lipidschicht stören und damit trockene Augen verursachen.

 

FEHLSICHTIGKEIT

Manchmal ist auch eine unentdeckte Fehlsichtigkeit Grund für die Beschwerden.

 

RAUCHEN

Egal ob aktiv oder passiv. Rauchen wirkt sich negativ auf den Tränenfilm aus.

 

MEDIKAMENTE

... wie Ovulationshemmer (Pille), östrogenhaltige Präparate, Betablocker, lokale Adrenalinpräparate, Kortisonpräparate, Zytostatika, Schlaf- und Beruhigungsmittel sind Mitverursacher für das trockene Auge.

 

KONSERVIERUNGSMITTEL

... wie Benzalkoniumchlorid, das in vielen Augentropfen enthalten ist, beeinflussen den Tränenfilm. Besonders hervorzuheben sind Augentropfen, die gegen „rote Augen“ bei Augenreizungen angeboten werden (“Weißmacher“). Aufgrund ihrer abschwellenden Wirkung schaffen sie zunächst Linderung, verstärken aber das ursächliche Leiden: sie enthalten Substanzen, die ein Austrocknen der Hornhaut bewirken.

 

VITAMIN-A-MANGEL

Selten kann ein Vitamin-A-Mangel, jedoch nur bei Mangelernährung, die Ursache von trockenen Augen sein.

 

RHEUMA

Das trockene Auge geht auch häufigmit rheumatischen Erkrankungeneinher (Sjögren-Syndrom, rheumatoide Arthritis). Weiters begünstigen Störungen der Schilddrüse, des Immunsystems, Diabetes, Infektionskrankheiten, Hormonstörungen und Schäden durch Alkoholkonsum das trockene Auge.

Die Diagnose ►

Mit Hilfe der Spaltlampe (“Hornhaut-Mikroskop“) wird der Tränenfilm beobachtet. Durch verschiedene Beleuchtungs- und Beobachtungsmethoden kann die Menge beobachtet und die Zusammensetzung
der Tränenflüssigkeit analysiert werden.

 

Zusätzliche Messungen


Um die Stabilität des Tränenfilms zu untersuchen, wird dieser mit einem gelben Farbstoff angefärbt und unter blauem Licht die Zeit bis zum Aufreißen des Tränenfilms gemessen (“Break-up-Test“).

 

Zur Messung der Tränenflüssigkeitsproduktion werden kleine Filterpapierstreifen oder spezielle Messfäden in das Unterlid eingelegt. Nach 5 Minuten Wartezeit sollte die Befeuchtung mindestens 5 mm betragen
(“Schirmer-Test“).

Die Behandlungsmöglichkeiten ►

 

Ungünstige Arbeits- und Umweltbedingungen sollten geändert werden. Wer in klimatisierten Räumen arbeitet, sollte sich vergewissern, dass die Anlage für genügend Luftfeuchtigkeit sorgt.

 

Häufiges Lüften verbessert das Raumklima.

 

Beim Autofahren ist es empfehlenswert, das Gebläse nicht direkt auf das Gesicht zu richten.

 

Viel Trinken! Trockene Augen können ein Zeichen von zu wenig Flüssigkeitsaufnahme sein.

 

Besteht eine Allgemeinerkrankung, die das trockene Auge verursacht, muss diese behandelt werden.

Abhilfe schaffen ►

 

Augenspray

Durch regelmäßige Anwendung wird die äußerste Lipidschicht des Tränenfilms gestärkt und aufgebaut. Liegt die Ursache in einer ungenügend ausgeprägten Lipidschicht der Tränenflüssigkeit, ist dieses Augenspray äußerst wirkungsvoll und sehr einfach in der Anwendung.

 

 

Augentropfen

Durch die Anwendung von Augentropfen wird die Tränenmenge erhöht. Es gibt Tränenersatzmittel mit unterschiedlicher Viskosität (“Zähigkeit“) abhängig vom Gehalt an Wirkstoffen (zB. Natriumhyaluronat).
Mit Augentropfen wird die fehlende Flüssigkeit ergänzt und die Benetzung der Hornhautoberfläche verbessert. Präparate ohne Konservierungsstoffe sind vorzuziehen. Die Tropfen werden bei Bedarf angewendet und helfen vor allem bei akuten Beschwerden, beheben aber nicht die Ursache.

 

 

Lidpflege

Nur ein intakter Tränenfilm hält das Auge feucht und erfüllt viele Schutzfunktionen. Die oberste Schicht des Tränenfilms ist eine hauchdünne Fettschicht, die das Verdunsten der Tränenflüssigkeit verhindert.
Ablagerungen und entzündliche Veränderungen an den Augenlidern können zu Störungen des Tränenfilms oder zur Verstopfung von Drüsen führen. Mit Produkten zur Lidpflege werden Ablagerungen, Schuppen und überschüssige Fettanteile im Lidbereich entfernt. So kann die häufige Verstopfung der Meibom-Liddrüsen vermindert werden. Der Tränenfilm erhält wieder eine natürliche Zusammensetzung.
Die tägliche Lidrandpflege ist die wichtigste Maßnahme zur unterstützenden Behandlung und Vorbeugung der „Blepharitis“ (entzündliche Veränderungen an den Augenlidern). Dabei handelt es sich um eine der am häufigsten auftretenden Augenkomplikationen.

 

 

Lidschlagübungen

Um dem „office-eye-syndrome“ entgegenzuwirken ist ein bewusster Lidschlag wesentlich.

 

 

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